Du hast schon oft gehört, wie positiv sich die Meditation auf das Leben vieler Menschen auswirkt, aber weißt nicht so richtig wie du selber damit anfangen sollst? Hier sind meine Tipps für Meditations-Einsteiger.

Lange Zeit galt die Meditation als etwas für Esoteriker, Hippies und Yogis. Diese Auffassung hat sich in den letzten Jahren allerdings stark gewandelt. Gwyneth Paltrow, Paul McCartney und Oprah Winfrey, sie alle schwören auf Meditation, um fokussierter, entspannter und produktiver zu werden.

Für mich persönlich hat die Meditation einiges in meinem Leben verbessert. Ich bin weniger gestresst, schlafe besser und habe deutlich weniger Angstgefühle und Panikattacken.

 

Die positiven Effekte von Meditation:

 

  • Meditation verringert den Stress
  • Meditation verbessert den Schlaf
  • Meditation ist wirksam gegen Depressionen
  • Meditation fördert die Kreativität
  • Meditation schärft den Fokus

Vielen fällt es allerdings sehr schwer mit der Meditation anzufangen. Ich habe für euch deshalb die besten Tipps zusammengefasst, die mir geholfen haben mit dem Meditieren anzufangen und vor allem damit weiterzumachen. Du musst nicht jeden dieser Tipps auf einmal ausprobieren. Steigere dich jede Woche ein bisschen. Erwarte nicht von dir, dass du von Anfang an perfekt im Meditieren bist. Das braucht Zeit. Die nachfolgenden Tipps sollen dir nicht helfen perfekt in der Meditation zu werden, vielmehr sollen sie dich dazu bringen, anzufangen und vor allem am Ball zu bleiben.

 

Meine 15 Tipps 

 

  1. Setze dich für 2 Minuten.
    Beginne mit nur zwei Minuten am Tag – eine Woche lang. Wenn das klappt, dann steigere dich um zwei Minuten und probiere das wieder eine Woche lang. Wenn das klappt und du die Zeit jede Woche ein kleines bisschen erhöhst wirst du im zweiten Monat 10 Minuten am Stück meditieren, was super ist!

  2. Starte deinen Tag mit Meditation.
    Es ist so einfach sich zu sagen, „ab heute meditiere ich jeden Tag“ und es dann im Alltagsstress zu vergessen. Um das zu verhindern setze dir eine Erinnerung für jeden Morgen, wenn du aufstehst oder platziere einen Post-it beschriftet mit „Meditation“ irgendwo, wo du ihn gut siehst.

  3. Verlier dich nicht in dem „wie“ – mach es einfach.
    Viele machen sich endlos Gedanken darüber, wo sie sitzen sollen, wie sie sitzen sollen, was für ein Kissen sie benutzen sollen… Das sind alles Sachen, über die man sich Gedanken machen kann, wenn man weiter fortgeschritten ist. Um anzufangen sind sie aber erstmal nicht wichtig. Fang ruhig auf einem Stuhl sitzend an, oder auf deiner Couch. Oder auf deinem Bett. Wenn du es auf dem Boden gemütlich findest, setze dich im Schneidersitz hin. Am Anfang sind es sowieso nur 2 Minuten. Später kannst du dir dann Gedanken machen, wie du das Meditieren optimieren kannst, sodass du für längere Zeit gemütlich sitzt, aber am Anfang spielt das noch keine große Rolle. Setze dich einfach irgendwo, wo es gemütlich und ruhig ist.

  4. Hör in dich hinein, wie du dich fühlst.
    Ganz zu Beginn deiner Meditationssitzung fühle in dich hinein und frage dich, wie es dir geht. Wie fühlt sich dein Körper? Wie geht es dir? Bist du gestresst? Müde? Ängstlich? Was auch immer du mit in diese Meditationssitzung nimmst ist völlig okay.

  5. Zähle deine Atemzüge.
    Jetzt wo du dich ein bisschen eingewöhnt hast, kannst du beginnen deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung zu lenken. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem während er in dich hinein strömt und folge ihm durch deine Nase den ganzen Weg bis in deine Lungen. Versuche deine Atemzüge zu zählen. Beginne bei eins mit der Einatmung und zähle dann beim ausatmen mit zwei weiter. Wiederhole das bis 10 und fange dann wieder bei eins an.

  6. Komm zurück, wenn deine Gedanken beginnen zu wandern.
    Deine Gedanken werden gerade zu Beginn hierhin und dorthin wandern, nur nicht da bleiben wo sie sein sollen: bei deiner Atmung. Das ist nicht schlimm. Wenn du es bemerkst, nimm es einfach so an und komme sanft zu deiner Atmung zurück. Lass deine Gedanken vorbeiziehen wie Wolken und halte nicht an ihnen fest. Fang nochmal von vorne an und starte bei eins.

  7. Mache dir keine Sorgen, wenn du deinen Geist nicht frei bekommst.
    Viele Menschen denken, dass es bei der Meditation darum geht den Geist zu befreien oder alle Gedanken zu stoppen. Das tut es nicht. Das kann manchmal passieren, aber es ist nicht das ultimative Ziel von Meditation. Dass du Gedanken hast ist normal. Die haben wir alle. Unsere Gehirne sind Gedanken-Fabriken und wir können sie nicht einfach ausschalten. Stattdessen versuche einfach deine Aufmerksamkeit immer wieder auf deinen Atem zu fokussieren, sobald du merkst, dass du abdriftest.

  8. Benutze eine Kerze.
    Manchen fällt es schwer mit geschlossenen Augen zu meditieren. Wenn es dir so geht, dann versuche es mit einer Kerze, die du vor dir hinstellst. Du kannst dann, mit halb oder mit ganz geöffneten Augen, auf die Kerze gucken.

  9. Sei dir deinem Körper bewusst.
    Eine Sache, die du tun kannst, wenn du ein bisschen besser geworden bist, ist dich auf deinen Atem zu konzentrieren und deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper zu lenken, ein Körperteil nach dem anderen. Fange bei deinen Fußsohlen an – wie fühlen sie sich an? Gehe langsam zu deinen Zehen über, zu den Oberseiten deiner Füße, zu deinen Knöcheln. Fühle in jedes Körperteil hinein, bis hoch zu deinem Kopf.

  10. Widme dich der Meditation wirklich.
    Sag dir nicht einfach „ich versuche das jetzt ein paar Tage“ und hör dann wieder auf. Verschreibe dich der Sache richtig und ziehe es mindestens für einen Monat durch.

  11. Mache geführte Meditationen.
    Wenn es dir hilft kannst du auch geführte Meditationen machen. Dafür gibt es tolle CD’s, Podcasts und Apps. Ich selbst habe drei verschiedene Apps ausprobiert und liebe es, ab und zu geführte Meditationen zu machen. In meinem Artikel Meditation to go könnt ihr meine Testberichte zu verschiedenen Apps lesen.

  12. Tue dich mit Freunden zusammen.
    Auch wenn ich persönlich das Meditieren alleine bevorzuge, kannst du natürlich auch mit Freunden, deinem Partner oder Kind meditieren. Oder schließe dich mit Freunden zusammen, die auch anfangen wollen zu meditieren und gebt euch jeden Morgen Feedback, wie es bei euch läuft. Das hilft, um länger am Ball zu bleiben und es macht auch Spaß sich über seine Schwierigkeiten oder Erfolge auszutauschen.

  13. Schließe dich einer Community an.
    Oder noch besser: finde eine Community von Leuten, die meditieren und schließe dich ihnen an. Das kann eine tibetische Gemeinschaft in deiner Nähe sein, oder eine Online-Community.

  14. Komme sanft aus der Meditation zurück.
    Springe nach der Meditation nicht direkt wieder in den Alltag. Gib dir ein paar Minuten Zeit. Nimm deine Ruhe und Energie aus der Meditation mit in deinen Alltag.

  15. Genieße die Zeit für dich.
    Meditation soll vor allem Spaß machen. Gehe die Sache entspannt an und genieße es. Hab nicht zu hohe Erwartungen. Manche brauchen nur ein paar Monate um in der Meditation richtig gut zu werden, andere Jahre. Nimm es so an, wie es kommt. Meditation ist harte Arbeit, aber wenn du durchhältst kann ich dir versprechen, dass es sich lohnt.