Wir kennen es alle. Der Tag ist voll mit Terminen und Verpflichtungen. Erst die Arbeit, vielleicht noch Uni, der nächste Einkauf, Essen muss auch gekocht werden, die Wohnung habe ich auch schon wieder vernachlässigt. Ergo: Häufig kommt einem der Tag viel zu kurz vor.

Um die Gedanken zu lösen und etwas Stress abbauen zu können, nutze ich hin und wieder Autogenes Training.

Für mich hat es sich als erfolgreiche Methode bewährt, um den Alltagsstress los zu lassen und die Gedanken zu beruhigen.

 

Was bedeutet Autogenes Training?

 

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die bereits seit den 1920er- Jahren praktiziert wird und auf Autosuggestion beruht. Mithilfe von Autosuggestion ist es möglich sich gedanklich selbst zu beeinflussen. Das kann man sich als eine Art Selbsthypnose vorstellen, die dabei das Unterbewusstsein erreichen soll. Nicht selten schlafen die Praktizierenden während des Autogenen Trainings auch ein.

Vorweggesagt: Ich würde keine Garantie dafür übernehmen, dass es tatsächlich hilft, denn damit Autogenes Training wirklich funktioniert, muss man sich komplett darauf einlassen. Nicht wenige Menschen empfinden es als lächerlich, oder können es einfach nicht nachvollziehen. Für diese Personen funktioniert es eben nicht.

 

Autogenes Training – eine Anleitung

 

Beim Autogenen Training liegt die Basis in Selbstbeeinflussung. Dabei wiederholt man einige Sätze, um sich selbst zu beruhigen. Das kann nachhaltig wirken und den Menschen im Allgemeinen zu mehr Ruhe finden lassen.

Im Folgenden erläutere ich einige Übungen, die ich bei Bedarf ausführe. Das ist kein großes Kompendium und ich möchte anmerken, dass es im Bereich der Autosuggestion noch weitaus mehr gibt! Bei den Übungen dauert es eine Weile, bis sie funktionieren. Lass dich davon nicht verunsichern und versuche es einfach weiter.

So verwende ich autogenes Training:

  1. Beruhigung – In der Regel beginne ich, indem ich mich beruhigen möchte. Zunächst sagst du dir in kurzen Abständen immer wieder, dass du zur Ruhe findest. „Ich bin ganz ruhig.“ Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Es sollte dir einfach signalisieren, dass du dich beruhigst.
  2. Schweregefühl – Danach folgen Sätze, die deinem Körper ein Schweregefühl signalisieren sollen. „Meine Beine werden ganz schwer. Ich versinke in meiner Matratze.“ So in der Art kann das klingen. Du solltest dich nach und nach schwerer fühlen. Beginne ruhig mit den Beinen und arbeite dich durch deine Körperpartien.
  3. Atmung – Als dritte und letzte meiner Übungen, konzentriere ich mich auf meinen Atem. Ich bemühe mich sehr ruhig und gleichmäßig zu atmen und die Pausen zwischen den Atemzügen zu erhöhen, um den Puls zu senken. Das bewirkt, dass ich nach einiger Zeit ganz unbewusst die Atemzüge fortführe und relativ schnell sehr ruhig, zum Teil auch schläfrig werde.

Das ist längst nicht alles. Es gibt viele weitere Übungen im Bereich der Autosuggestion. Ich nutze meine Übungen lediglich für den Stressabbau.

 

Geführtes Autogenes Training

 

Zuhause nutze ich am liebsten geführte Trainings. Natürlich habe ich niemanden Zuhause, der mich anleitet. Allerdings hatte ich vor vielen Jahren, als ich zur Kur im Schwarzwald war, mehrmals die Möglichkeit sowas „live“ zu erleben. Erst dadurch bin ich auf das Autogene Training gestoßen und seither nutze ich es immer mal wieder zur Entspannung und dem Stressabbau. Ich nutze CD Roms oder auch Playlists auf Spotify.

Über die Zeit habe ich mir da ein paar Favoriten erstellt, die ich als sehr entspannend empfinde.

Aktuell höre ich gerne die Autogenen Trainings von Minddrops.

Darunter auch mein derzeitiger Favorit: Wege in den Schlaf.

Die Stimme zu dem Autogenen Training stammt von Irina Scholz. Frau Scholz ist professionelle Sprecherin und dabei auch schon für den WDR tätig gewesen. Ihre Stimme wird vielen, die bereits in den Bereichen der Entspannungsmethoden versiert sind, bekannt vorkommen. Sie hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt und vermittelt mir mittlerweile direkt ein Gefühl von Geborgenheit. Meiner Meinung nach, macht sie das unfassbar gut. Viele der Minddrops Trainings, die ich bisher genutzt habe, wurden von ihr gesprochen.

Wege in den Schlaf basiert ebenfalls auf den grundlegenden Übungen der Autosuggestion. Das Autogene Training wird durchgehend von entspannender Hintergrundmusik begleitet. Dabei ist eine grundlegende Melodie eingespielt, die durch Wellenrauschen und dem gelegentlichen Ruf einer Möwe begleitet wird.

Auf das Rauschen des Hintergrundes, wirkt die Stimme von  Irina Scholz besonders stimulierend. Bei völliger Ruhe, fällt es leicht in das Training zu versinken und den Kopf frei zu kriegen.

 

Autogenes Training – Traumreisen

 

Natürlich ähneln sich die meisten Autogenen Trainings. Sie basieren auf ähnlichen Übungen und verschmelzen in einigen Bereichen auch mit Meditation oder anderen Entspannungstechniken. Ein Beispiel dafür sind die Traumreisen. Diese bieten sich ideal für Kinder an. Allerdings können auch Erwachsene durchaus mit Traumreisen zur Ruhe finden.

Meine ersten Erfahrungen mit dem Autogenen Training waren eben diese Traumreisen, die ich noch heute hin und wieder höre. Das Schema dahinter beruht weiterhin auf den bewährten Übungen der Autosuggestion, jedoch mit dem gewissen Unterschied, dass alles etwas lebhafter dargestellt wird und man auf dem Weg zu einem Ruheort begleitet wird.

Im Folgenden möchte ich die Traumreisedie ich zuletzt gehört habe, vorstellen.

Der Sprecher ist Dr. Johannes Möhlmann, mit einer sehr angenehmen, ruhigen Stimme. Die Reise führt auf eine Trauminsel. Sozusagen ein kleines Paradies, auf dem man gerne in einer Bambushütte wohnen würde und Kokosnüsse pflückt. Für immer Urlaub! Im Hintergrund wird die Traumreise von sanftem Meeresrauschen und anderen Geräuschen aus der Natur begleitet.

Wunderbar, um abends den Geist zu lösen und Stress zu vergessen.

 

Schlusswort:

Unruhigen, gestressten Menschen kann ich das Autogene Training nur ans Herz legen. Insbesondere für Menschen, die aus eigener Motivation nur schwer entspannen können, sind die Hörspiele sehr hilfreich. Durch Konzentration auf das Training verschwinden nebensächliche Gedanken und führen zu einer ruhigeren Gemütslage. Ich verwende es, wie erwähnt in erster Linie, zum Einschlafen und zum Entspannen und kann daher sagen:

Durch Autogene Trainings sehe ich persönlich Verbesserungen in meinem Lebensalltag.