Meine feste Morgenroutine war das beste Instrument, um meinen stressigen Alltag in den Griff zu bekommen. In diesem Artikel erfährst du die 5 besten Tipps für einen entspannten Morgen und den perfekten Start in den Tag.

Den Snoozebutton habe ich jetzt schon zum dritten Mal gedrückt und der Wecker klingelt schon wieder. Jetzt muss ich aber langsam wirklich aufstehen, sonst komme ich komplett zu spät zur Arbeit. Bei dem Gedanken an den stressigen Tag, der mir bevorsteht, verlässt mich die Motivation aufzustehen direkt wieder und ich würde am liebsten zurück in die Kissen fallen. Aber ich stehe endlich auf, springe schnell unter die Dusche, schnappe mir die nächstbesten Klamotten, die ich finden kann und hetze ohne Frühstück aus dem Haus. Puh, gerade noch pünktlich.

Das war früher mein Alltag. Bevor ich meinen Morgen radikal änderte, mir eine Routine aneignete und damit nicht nur meinen Morgen, sondern meinen kompletten Alltag umkrempelte. Denn wer sich morgens genug Zeit nimmt, kann Stress effektiv reduzieren und schon ein neues Ritual am Morgen kann den gesamten Tagesablauf verändern.

5 Tipps für einen perfekten Start in den Tag

 

Der Ablauf der ersten Stunde deines Tages kann den weiteren Verlauf maßgeblich bestimmen. Startest du entspannt und geordnet in den Tag, hast du mehr Energie, bist weniger empfänglich für Stress und die kleinen Höhen und Tiefen des Tages bringen dich nicht so schnell aus der Ruhe. Aber was gehört zu einer guten Morgenroutine?

Abhängig davon, wann du bei der Arbeit oder in der Schule oder Uni sein musst und was für dich entspannend ist, kann die „perfekte“ Routine für dich natürlich von anderen abweichen. Deine eigene Routine musst du dir letzten Endes selbst zusammenstellen und deiner gegenwärtigen Situation anpassen. Welche Elemente dafür wichtig sind und was für mich am besten funktioniert hat, erfährst du in meinen 5 Tipps für den perfekten Start in den Tag.

  1. Sei vorbereitet

Am Abend zuvor kannst du dir schon den Weg für einen entspannten Start in den Tag ebnen. Meine Abendroutine ist kürzer als die am Morgen, aber deswegen nicht weniger wichtig. Jeden Abend widme ich 10 – 15 Minuten, dem Aufräumen meiner Wohnung. So ist meine Schlafumgebung immer ordentlich und übersichtlich. Ich packe am Abend zuvor außerdem meine Tasche und lege mir die Klamotten für den nächsten Tag raus, sodass ich am Morgen so wenig Entscheidungen wie möglich treffen muss.

  1. Ausreichend Schlaf

Mein Wecker klingelt die meisten Tage gegen 6 Uhr, deshalb gehe ich unter der Woche zwischen 10 und 11 ins Bett. So komme ich ungefähr auf 7 – 8 Stunden Schlaf, was für mich völlig ausreicht. Weniger zu schlafen ist für mich allerdings sehr anstrengend. Wie viel Schlaf gebraucht wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das musst du für dich selbst herausfinden und deinen Rhythmus dann dementsprechend anpassen.

  1. Lass die Sonne rein

Licht macht wach – das ist kein großes Geheimnis. Die Produktion des Schlafhormons Melatonin wird durch Licht reduziert. Deshalb schlafe ich mit offenen Vorhängen, um morgens die Sonne reinzulassen und natürlicher und sanfter wach zu werden. Im Winter ist das allerdings ein ganz schönes Problem. Früh aufstehen wird für mich zu einer großen Herausforderung, wenn es tagsüber kaum hell wird. Hilfe habe ich in Form eines Tageslichtweckers gefunden. Der Tageslichtwecker, den ich benutze, kannst du hier auf Amazon finden. Er hat, und das ist nicht übertrieben, mein Leben verändert. In Anlehnung an einen echten Sonnenaufgang arbeitet der Wecker mit immer heller werdendem Licht und lässt mich so jeden Morgen unglaublich sanft aufwachen.

  1. In der Ruhe liegt die Kraft

Wer sich morgens genug Zeit nimmt, reduziert Stress effektiv. Ich stehe bewusst so auf, dass ich mindestens 1,5 Stunden Zeit habe, bevor ich das Haus verlassen muss. Ausnahmen gibt es natürlich, aber ich achte darauf, dass ich immer genügend Zeit habe, damit ich nicht ins Hetzen komme. In den 1,5 Stunden habe ich meine feste Routine, über die ich inzwischen kaum noch nachdenken muss.

Ich stehe auf und gehe duschen, dann meditiere ich für ca. 15 Minuten und trinke anschließend einen Tee. Währenddessen lese ich. Nach dem Lesen schreibe ich in mein Mindfulness-Journal. Ich liebe dieses Buch. Jede Woche gibt es ein anderes Thema, über das man schreiben soll und es hilft mir, meine eigenen Gedankengänge besser zu verstehen und mit mehr Achtsamkeit durch das Leben zu gehen. Ich mache mich dann entspannt fertig und gehe los zur Arbeit oder Uni, je nachdem, was an diesem Tag ansteht.

  1. Bleib Offline

Ich lasse mein Handy neben meinem Bett liegen, wenn ich aufstehe und nehme es erst kurz bevor ich losgehe wieder in die Hand. Es ist mir wichtig meinen Start in den Tag mit mir und meinen Gedanken zu verbringen und nicht auf Social Media Kanälen zu checken, was andere machen. Ich rühre mein Handy während meiner Morgenroutine nicht an. Die ersten 90 Minuten des Tages bleibt mein Smartphone im Flugmodus und ich bin ganz bei mir.

  1. Die Macht der Gewohnheit

Als ich mit meiner Morgenroutine begann, war es mir wichtig, dass sie zur Gewohnheit wird, damit es weniger anstrengend für mich ist, mich an ihren Ablauf zu halten. Ich habe dafür einen „Habit-Tracker“ verwendet. Dafür gibt es zahlreiche Apps, aber ich persönlich trage das lieber per Hand ein und habe diesen Habit-Tracker verwendet, den du hier auf Amazon finden kannst. Ich verwende ihn tatsächlich immer noch, um beispielsweise neue Elemente in meine Morgenroutine aufzunehmen oder andere gute Gewohnheiten zu bilden.

Ein weiteres Buch, das ich zum Thema „Gewohnheiten“ unglaublich hilfreich fand ist: Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun von Charles Duhigg. In diesem Buch habe ich mir mein Wissen über das Bilden von Gewohnheiten angeeignet, was es mir so viel leichter gemacht hat, meine Routine für den Morgen zu festigen und zu verstehen, wie genau das Gehirn Gewohnheiten bildet und wie man diese beibehält.

 

Mit dieser Morgenroutine lege ich mir die Weichen für einen tollen Start in den Tag. Ich freue mich morgens aufzustehen, weil ich die Ruhe und die Zeit für mich unglaublich genieße. Diese Routine sorgt bei mir für einen klaren Kopf, gute Laune und fokussiertes Handeln. Es läuft natürlich nicht immer alles nach Plan, weil das Leben einfach manchmal dazwischen funkt, aber die meisten meiner Morgen laufen so ab. So gebe ich meinem Körper und Geist die Zeit, langsam aufzuwachen und besser in den Tag zu starten.